b_250_200_16777215_00_images_news_2014_PraktikumTheurl_MtWashington.jpg

Die Geschichte beginnt mit einem jungen HTL-Absolventen von Assling im schoenen Osttirol. Im Jahr 2014 stellte sich Gerald Theurl mit seinen Kollegen der Herausforderung an BeTheBest teilzunehmen und aller Welt seine Geschicke im Bereich der Technik aufzuzeigen. Nach der erfolgreichen Vorauswahl und der Präsentation im Kreise der besten 10 Projekte Tirols, war es nun soweit: Das Projekt "Innovative Bewässerung" von Gerald Theurl, Johannes Kontriner und Lukas Stocker begeisterte das Publikum und sicherte sich damit den ersten Platz bei BeTheBest. Doch nicht genug, denn Gerald ließ es sich nicht nehmen und gewann auch noch den Sonderpreis der Plansee Group. 

Nach einer spannenden Gewinnerreise mit dem Förderverein Technik Tirol nach London, begann für den jungen Osttiroler nun das richtig große Abenteuer. Und wer könnte wohl in dieser Hinsicht den besten Einblick in die Erlebnisse bei der Plansee Group gewähren? Niemand anders als Gerald Theurl selbst. Dies ist seine Geschichte:

Die schönsten Dinge passieren unerwartet! So ging es mir auch am 7. April 2014 als ich im Zuge des Technik-Contests „BeTheBest“ ein zweimonatiges Praktikum bei der Plansee Group gewann. Was? Arbeit als Preis? Nun der eigentliche Preis war, dass ich ein Monat des Praktikums an einem Plansee Group – Standort nämlich  in Franklin Massachusetts, in den USA verbringen durfte. Natürlich ließ ich mir diese einzigartige Möglichkeit nicht entgehen und so saß ich nach nicht mal vier Monaten im Flugzeug Richtung Amerika. Die Wochen vor meiner Reise verbrachte ich am Headquater der Plansee Group am Standort in Breitenwang/Reutte, wo ich in der Produktion beschäftigt war und dort den örtlichen Prozessingenieur bei seiner Arbeit unterstützte. Die Tätigkeit hat mir dann gleich so gut gefallen, dass ich mein Praktikum nach dem Auslandsaufenthalt gleich bis Ende Oktober verlängert habe.

Doch zuerst begann mein Abenteuer in den USA und gleich am ersten Tag erhielt ich eine schlechte Nachricht. Das Leihfahrzeug, welches von der Tochterfirma der Plansee Group vor Ort namens Plansee USA LLC zur Verfügung gestellt wurde, durfte ich aufgrund meines Alters noch nicht fahren. In den darauf folgenden Tagen wurde mir erst richtig bewusst, was es bedeutet, in den USA kein Auto zu haben. Kurz gesagt: Es ist eine Katastrophe! In den USA geht nichts ohne Auto!

Glücklicherweise war ich in Begleitung eines zweiten, älteren Praktikanten aus Österreich und so war wenigstens dieses Problem gelöst, wie ich jeden Tag zur Arbeit kam. Apropos Arbeit, diese war in den USA leider nicht ganz so anspruchsvoll und interessant wie in Reutte, da ich im Lager eingesetzt wurde. Dort stand die Lagerinventur am Plan, der Haken an der Sache: das Lager war groß…sehr groß! Allerdings nach zwei langen Wochen war ich dann endlich mit dem ganzen Lager durch. Gott sei Dank! Denn anschließend kam ich zum Verpacken. Das klingt jetzt zwar auch nicht wirklich spannend, doch beim Verpacken arbeitete ich mit zwei weiteren Kollegen zusammen, mit denen ich dann sehr viel Spaß im Cleanroom –jetzt auch als Partyroom bekannt- hatte.

Insgesamt verging die Zeit leider viel zu schnell! Selbstverständlich wurde in den USA nicht nur gearbeitet, sondern auch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und der Nachbar Kanada erkundet. Jedes Wochenende wurde eine andere Stadt oder Region besucht, wobei mich die größte Reise gemeinsam mit meinem autofahrenden Kollegen nach Kanada führte, um die Niagara Fälle, Toronto, Ottawa und Montreal unsicher zu machen. Aber auch die USA hatte schöne Ausflugsziele zu bieten, wie New York oder Boston, die auch mehr oder weniger leicht ohne Auto erreichbar waren. Und wie es halt so als Tiroler ist, vermisst man nach einiger Zeit die Berge und um das Heimweh ein wenig zu lindern, fuhren ich und mein Kollege noch in die nahegelegenen White Mountains und bestiegen dort kurzer Hand den Mt. Washington.

So waren die vier Wochenenden in den USA schnell verplant und auch vorüber. Trotz der kurzen Zeit lernte ich einiges in und über die Vereinigten Staaten. In diesem Sinne besonders über die englische Sprache. Jetzt nach diesem Monat habe ich sehr viel mehr Selbstvertrauen im Umgang mit Englisch und habe auch Lust bekommen mein Englisch weiter zu perfektionieren. Weiter lernte ich auch einiges über die Mentalität der Amerikaner und auch wenn man schon vieles aus Filmen und Fernseherserien über die USA zu kennen glaubt, so ist es doch etwas ganz anderes, die amerikanische Lebensweise hautnah zu erfahren. Besonders geprägt hat mich die Offenheit der Amerikaner, als Fremder – wie ich – wird man von Anfang an als Freund behandelt. Es ist also wirklich einfach in den USA Anschluss zu finden. Diese Offenheit, viel Erfahrung und das verbesserte Englisch sind glaube ich, die wichtigsten Dinge die ich aus den USA mitgenommen habe!

Abschließend kann ich nur sagen, dass dieses Praktikum eines der besten Erlebnisse in meinem Leben war und wäre heute nochmals der 7. April würde ich sofort wieder zusagen. Aus diesem Grund möchte ich mich deshalb nochmals bei allen Beteiligten bedanken, angefangen beim Förderverein Technik Tirol und insbesondere bei der Plansee Group, dir mir diese Erfahrung ermöglicht hat und für alle Kosten aufgekommen ist. Vielen Dank!

Beim Lesen dieser Geschichte würde man doch am liebsten selbst sofort mitmachen. Zum Glück kann der Förderverein Technik Tirol auch dieses Jahr wieder mit der erfolgreichen Partnerschaft mit der Plansee Group und einer Weiterführung des Sonderpreises aufwarten. 

  • Boston
  • MtWashington
  • NewYork
  • NiagaraFlle
  • Ottawa
  • Toronto